Die Seele brennt - die Kuppe pocht!

Bild von vfldino

Erfolgreiche Teilnahme bei der DM in Hahnstätten

Der erste Tag:

Für Tine, Gandalf und mich ging es bereits am Donnerstag als Vorhut los, um auf dem limitierten Zeltplatzgelände einen guten Platz für unsere Borussen-Festung zu sichern. Gandalfs Benz war vollgepackt bis unters Dach. Nur mit Mühe gelang es mir, das freie Plätzchen auf der Rückbank, eingezwängt neben Kartons und Campingutensilien, einzunehmen.

Als wir Limburg erreichten, versuchte Gandalf, mir die Sehenswürdigkeiten Limburgs zu erläutern: Aber seine Hinweise "Guck mal links, die Burg" und "Guck mal links der Dom" kamen bei mir aber leider nicht an. Links sah ich nur Kartons. Etwas Sorge bereitete mir, ob die Kupplung des Mercedes bei den steilen Straßen keinen Schaden nehmen würde. Die Sorge war aber unbegründet und der Mercedes kämpfte sich problemlos bis ans Ziel, dem Sportplatz "Heideberg" in Hahnstätten, schön gelegen im Wald auf einer Bergkuppe.

 

Wir waren die ersten auf dem Zeltgelände. So hatten wir die freie Wahl und wir konnten unsere Zelte im Trockenen aufbauen, und zwar ganz oben auf der Kuppe der kleinen Wiese unter der schiefen Kiefer, denn merke, zeltest du auf der Kuppe, wird's von unten nicht nass. Und angesichts der eher miesen Wettervorhersage trudelten nur wenige Camper ein. Keine zehn Zelte waren bis zum Abend aufgebaut. Auch die Schar der bereits anwesenden Gladbachfans war mit etwas mehr als 20 Leuten sehr überschaubar. Der Fanclub Lorerey mit für die DM extra frisch hergerichteten Kutten, ein paar Leute vom Fanprojekt, Huschke, Tillemann und wir bildeten bei schönem Wetter eine eher gemütliche Runde. Lange hatte ich die Leute vom Fanclub Loreley nicht mehr gesehen. Endlich konnte man sich noch mal austauschen.

Zwischendurch zogen wir uns dann in unseren Pavillion zurück, wo mich eine Überraschung erwartete.

Dazu ein Bilderrätsel. Wer findet den Fehler?

 

Der zweite Tag:

In der Nacht zu Freitag regnete es sich dann richtig ein. Wirklich gut geschlafen habe ich nicht bei dem Geprassel aufs Zeltdach. Aber Hauptsache war, dass es dicht hielt. Recht früh, gegen halb sieben, stand ich dann auf. Jetzt erst mal einen Kaffee! Nur wie an Kaffeewasser kommen, ohne durch den Regen zu laufen? Mit ein paar im Regen neben dem Pavillion aufgestellten Bierbechern hatte ich im Nu ausreichend Wasser gesammelt und das Frühstück konnte beginnen. Irgendwann hatten dann auch Tine & Gandalf ausgeschlafen und gesellten sich wieder zu mir.

Nach ein paar Kaffee wurde es Zeit, wieder auf Bier bzw. Weinschorle  umzusteigen. Und dann tauchte aus dem Regen eine nette  Reporterin der Lokalzeitung auf, um uns zu interviewen. Ihr Interesse galt der Frage, was das für Leute sind, die bei miesem Wetter ihre Zelte in der Provinz aufschlagen. Und wir standen ihr Rede und Antwort. Hier ist das Ergebnis:

Kurz nachdem sich die Reporterin verabschiedet hatte, kamen dann nach und nach die weiteren Festungsmitglieder an. Osram hatte zuvor Pech am Hacken und musste auf Krücken anrücken. Nur hatten sie mit dem Wetter weniger Glück als wir am Vortag. So mussten sie Regenpausen dazu nutzen, ihre Zelte aufzubauen. Mit Spannung war auch die Ankunft der in der Meldeliste aufgeführten "Mandy" erwartet worden. Wer das wohl ist? Na klar! Es war Herr Assauers Freundin aus alten Zeiten! Auch war es jetzt vorbei mit der Idylle der ersten Nacht und Chaos durch untergestellte Camping-Ausrüstung breitete sich unter und neben dem Pavillion aus. Als letzte trafen die Jägers und Neumitglied Monika ein.

Endlich war der zweite Pavillion auch aufgebaut und mit Bauleiter Ali's Hilfe per Folie regensicher gemacht. Jetzt war auch wieder mehr Platz unterm Pavillion, weil die mitgebrachten Sachen in den Zelten verschwanden. Und wir konnten uns wieder mehr um die Vernichtung von Getränken kümmern. Auch der Rest des Campinggeländes füllte sich langsam. Es war aber bei weitem nicht so voll wie in den Anfängen vor über zwanzig Jahren.

 

Am Abend stand das Spiel der Weisweiler-Elf gegen eine Ortsauswahl von Hahnstätten an. Der Rasenplatz ist etwa 300 Meter Luftlinie entfernt. Aber wir mussten runter von der Bergkuppe ins Tal. Und dieser Weg hatte es in sich. Erinnerungen an die Bielefelder Alm kamen hoch. Für mich wie für andere stand fest: Zurück geht es nur mit dem Taxi!

      

Am Schulsportgelände mit dem Rasenplatz angekommen, ging die Jagd auf die begehrten Autogramme der Altstars los. Unter den Gejagten waren unter anderen Neuville, Anagnostou, Kastenmeier, Kässmann, Lienen, Schneider, Salou, Chiquinio, van Lent sowie weitere, deren Namen mir gerade nicht einfallen. Das Spiel war kurzweilig und endete mit einem 12:1 für die Weisweiler-Elf. Wir ließen es uns nicht nehmen, jeden Torschützen auf Borussia-Park-Weise zu feiern. Dabei kamen ganz neue Wortspielereien heraus. Kennt ihr Karsten Meier? Nach jedem seiner Tore feierten wir ihn mit: "Danke, Karsten!". Auch "Zettel-Ewald" Lienen, der durch einen Urschrei bei einem Zweikampf auffiel, wurde mit "Danke, Zettel!" gefeiert. Nach dem Spiel bedankte er sich bei uns, indem er sich für Fotos und Autogramme zur Verfügung stellte.

 

Nach dem Spiel mussten wir wieder rauf auf die Kuppe. Einige zu Fuß, der Rest mit dem Taxi. Und jetzt stellte sich Hunger ein. Die Leute vom Fanhaus-Imbiss, die an allen Tagen für die kulinarischen Genüsse zuständig waren, hatten jetzt alle Hände voll zu tun. Auch die Spieler der Weisweiler-Elf trafen ein und gaben erneut reichlich Autogramme, bevor sie zum Essen in der Gaststätte verschwanden. Und es kam zu der Begegnung von Ali van Lent und Arie van Lent. Leider hatte Ali nur ein nicht autogrammtaugliches schwarzes Trikot an. Aber immerhin hatte er ein T-Shirt dabei, das er signieren ließ.

     

    

Irgendwann verließ die Mannschaft das Gelände und verabschiedete sich. Der weitere Abend, zum Glück jetzt regenfrei, verlief feuchtfröhlich bei lauter Mucke aus dem Festzelt bis weit nach Mitternacht. Jetzt war es auch richtig voll im Außenbereich der Gaststätte. Und einige hatten erst gar kein Zelt aufgebaut, in der Absicht, durchzumachen.

Der dritte Tag:

Zum Glück war es jetzt trocken. Langsam kamen wir in die Gänge und hingen erst noch am Zelt ab. Einige Zeitgenoosen hatten sichtlich Mühe und kamen den ganzen Tag (zwischen kurzenweiligen 2x10 Minutenphasen) nicht so recht in die Gänge.

 

Aber dann konnte es losgehen und die Mannschaft posierte vor Turnierbeginn.

       

Heute stand der erste Turniertag auf dem Programm. Unsere Zielsetzung war, mehr als ein Tor zu erzielen und ein Spiel zu gewinnen. Das wichtigste Ziel war aber, vor den Sauerländern zu landen.  Und es begann gut für die Borussenfestung. Weil unser Gruppengegner, der Fanclub "Die Gäng", nicht angetreten war, wurde das Spiel 2:0 für uns gewertet. Und es kam noch besser. Wir konnten unseren ersten Sieg auf dem Platz klarmachen. Ein verdientes 2:0 gegen die "Networld Fohlen" brachte uns den vierten Gruppenplatz ein und somit die nicht für möglich gehaltene Teilnahme am Achtelfinale - auch Dank des jüngsten Torschützen: Tobi mit sechs!

Herrliche Dribblings... - auch am Spielfeldrand...

 

 

Die weiteren Gruppenspiele gingen zwar, teilweise unglücklich, verloren, aber ein Teilziel war erreicht. Im Achtelfinale erwarteten uns, wie sollte es anders sein, die Sauerländer!

Für mich selbst gab es ein fußballerisches Comeback. Wegen körperlichem Verschleiß darf ich ja eigentlich kein Fußball mehr spielen. Aber Huschke überredete mich für die Gage eines Krefelders, für ein Spiel in seiner Spaß-Mannschaft "Kuttenkult" mitzuspielen. Es darf nur mitspielen, wer eine Kutte trägt und ein Bier in der Hand hält. Das gilt auch für den Gegner und den Schiedsrichter. Und der Gegner waren in diesem Fall die Sauerländer! Und tatsächlich wurde der Traum wahr! Mein Schlenzer landete unhaltbar für den Sauerländer Torwart flach neben dem rechten Pfosten im Tor. Zugegebenerweise unter Hilfe der Sauerländer Abwehr, die mir nur Geleitschutz gab. Aber was soll's! Danach war es mit der Kondition bei mir auch schon wieder vorbei und ich beschränkte mich auf die Bewachung der Torlinie. Das Spiel ging zwar verloren, aber der Spaß war es mir wert.

  

Nach einem unwiderstehlichen Sturmlauf über den halben Platz dreht Dino nach dem Torerfolg gelassen ab -
um zum gemeinsamen Torjubel anzusetzen...

 

Nicht ganz unhaltbar schlägt der Ball im Torwarteck ein.

 

          

Am Abend begann dann das Psycho-Spielchen mit den Sauerländern, dem Gegner im Achtelfinale am Sonntag. Alles mögliche an Streichen wurde ersonnen, um den Gegner schon im Vorfeld zu schwächen. Ganz vorne dabei bei den Planungen war Ali, der im Laufe des Abends zum Spielkind mutierte und nicht von seinen Plänen abzubringen war. Zunächst war aber noch B.O. angesagt. Im Festzelt sorgte die Band für Stimmung und guten Umsatz am Bierrondell. Bei dem Hauptteil der Fans war aber andere Sing-Sangs die Haupthit des Wochenendes: "Gladbach hat ein Alkoholproblem" und "DM ist nur einmal im Jahr" waren bis weit in die Nacht zu vernehmen.

 

Nach dem Auftritt von B.O. trafen einige Festungsmitglieder an unserem Pavillion ein. Ali's Pläne waren jetzt ausgereift, aber eigentlich war er nach reichlichem Konsum von nicht nur Bier eher reif für die Koje. Trotzdem verschwand er in der Dunkelheit, um kurze Zeit später daumenlutschend wieder aufzutauchen. Ali, was hast du nur getan? Seine Antwort auf diese Frage war: "Ich glaube, die Kuppe ist ab!" Und tatsächlich präsentierte er seinen Daumen, dem jetzt ein kleines Stück fehlte. Beim Versuch, den Sauerländern einen Streich zu spielen, hatte er sich die Kuppe abgeschnitten!

Zum Glück hatten wir ja Uschi dabei, die den Daumen mit Hilfe des mitgebrachten Verbandkoffers verarztete. Und schnell schlug der erste Schreck bei uns weiteren Leuten in Heiterkeit um. Wer den Schaden hat, brauch für den Spott nicht zu sorgen. Und so wurden spontan wurden einige Liedtexte auf "Kuppe" umgedichtet, z. B.: "Die Seele brennt, die Kuppe pocht!" und "Eine neue Kuppe ist wie ein neues Leben..." sowie "In Kuppenhagen schellt das Telefon...". Und "Ali" ist Vergangenheit, jetzt heißt er nur noch "Kuppi"! Ne, was bist du eine Granate! Und immer noch hatte er nicht genug. Kaum war der Daumen versorgt, zog er wieder los, um den Streich zu vollenden. Das hatte zur Folge, dass die eigentlich schon gestillte Blutung wieder aufbrach und Uschi mit dem Verband noch mal von vorne anfangen musste. Und wir schafften es jetzt endlich, ihn zum Schlafengehen zu überreden. Mit vereinten Kräften begleiteten wir ihn ins Zelt.

Wir ließen dann den Abend so langsam ausklingen. Das geschah nicht, ohne das eine oder andere Zelt neu zu dekorieren. Wie schon in der ersten Nacht bekam Bachelor Besuch von Mandy. Und vor dem Jägerzelt fand eine Obihörnchen-Fete statt. Hauptthema war aber bis zum Schlafengehen die Kuppe!

Der vierte Tag:

Der Morgen brachte die Aktivitäten der Nacht ans Licht. Bachelor hatte doch ziemliche Probleme, sein Zelt zu verlassen. Und mein Dank an "Teddy" Patty für das Konfetti im Zelt! Ali hatte eine unruhige Nacht hinter sich. Er hatte sich und sein Zelt mit seinem pochenden Daumen so richtig eingesaut. Nach dem Frühstück war es auch schon an der Zeit, sich für das Achtelfinale gegen die Sauerländer vorzubereiten. Alle Bemühungen waren aber vergebens und das Spiel ging verloren. So verbrachten wir den Rest des Turniers als Zuschauer. Aber das hatte auch was Gutes. Ali (Sorry, natürlich Kuppi) ließ seine Kuppe durch die anwesenden Sanitäter versorgen. Und wir konnten schon alles zusammenräumen und abbauen, was nicht mehr gebraucht wurde.

      

Rechtzeitig zu den Finalspielen waren wir wieder am Sportplatz. Auch, um die übrigen Biermarken zu verbraten. Das Finale gewannen die wegen ihrem arroganten Verhalten nicht sonderlich beliebten Ballspochtbengels klar mit 5:1 gegen Venceremos MG. Bei der anschließenden Siegerehrung wurden wir gleich zwei mal aufgerufen. Jeweils für den erreichten 11. Platz und für das originellste Trikot wurden wir geehrt. Die Trophäen wurden unter Applaus von unseren Nachwuchsspielern in Empfang genommen.

  

Nach der Preisvergabe wurde besonders der Pokal für das schönste Trikot besonders bestaunt, wobei Herrn Assauer dabei ein Mißgeschick unterlief. Jeder hatte anschließend gute Ratschläge zur Hand...

Danach war die Veranstaltung beendet. Jetzt wurde der Rest unserer Festung abgebaut. Und es war Zeit für den Abschied. Als letztes verließen Tine, Gandalf und ich den Zeltplatz. Ein paar schöne Tage waren zu Ende. Ich hoffe, dass es nicht das letzte "Hahnstätten" war.

edit: Ich habe da mal noch ein paar Änderungen und Ergänzungen vorgenommen. pYro

Kuppi

 In Kuppenhagen brennt der finger schon  

Zweiter Satz rechte Tafel : KLAUE KEINE FAHNEN  

Die Kuppe pocht!

Ich sag nur: Zwei mal Daumen hoch!

Bilderrätsel

Im Hintergrund die Cola auf dem Tisch!!!!


 Jörg

Die Cola ist zum Mischen von

Die Cola ist zum Mischen von Krefelder!

Sorry Dino, aber...

... ich habe mal den Titel dem Anlass entsprechend ein wenig modifiziert.

Gruß

der Zensor

Bilderrätsel

Richtige Mütze-Falsches Gesicht!!! Wo ist mein Preis !!!

Teilweise richtig!

Teilweise richtig! Auch die Kutte passt nicht zum Gesicht. Deshalb keinen Preis!